Ziel ist es, innerhalb des eigenen Netzwerkes einen DNS-Server nutzen zu können.
Verwendet habe ich:
Suse 9.3, Minimalinstallation
+ mc (zum Bearbeiten der Dateien)
+ bind. Mit installiert werden will bind-chrootenv.
DNS-Server automatisch starten lassen
Yast starten, zu 'Netzwerkdienste', 'DNS-Server' gehen.
Im Bereich 'Start'
(x) DNS-Server beim Systemstart starten markieren.
[x] Firewall-Port öffnen markieren.
Unter Aktueller Status kann der DNS-Server nun gestartet (oder angehalten) werden.
Dienst manuell starten: /etc/init.d/named start (oder rcnamed start)
Dienst manuell beenden: /etc/init.d/named stop (oder rcnamed stop)
Forwarders
Forwarder sind DNS-Server, die der eigene DNS-Server fragen kann, wenn er selbst nicht weiter weiß. Eintrag aus dem Menü erfolgt in Datei /etc/named/forwarders.conf
Protokollieren
Hier habe ich nichts eingetragen.
DNS-Zonen
Die Einträge aus dem Menü erfolgen im Order /var/lib/named/master
Name der Zone: 'domainname.de' Zonentyp: 'Master' Hinzufügen
Entsprechend lautet die Datei in /var/lib/named/master dann auch domainname.de
Im Menü werden links der Computername, dann rechts die IP-Adresse eingegeben.
Damit die Anfragen auch rückwärts bearbeitet werden können, muss eine zweite Master-Zone angelegt werden. Angenommen, die Netzadresse wäre 192.168.1, dann würde die weitere Masterzone heißen: 1.168.192.in-addr.arpa
Hier werden im Menü links die IP-Adresse, dann computername.domainname.de eingetragen.
Über die weiteren Menüpunkte werden die einzelnen Computer eingetragen. Ein NS-Eintrag ist für den Nameserver. Der wird mit computername.domainname.de angegeben
MX-Einträge sind für Mailserver mailserver.domainname.de
SOA-Einträge betreffen den Start of Authority
In diesem Beispiel ist es so, dass der Nameserver auf dem Proxyserver eingerichtet ist. Deswegen ist als SOA der Computer 'proxy' eingetragen.
/var/lib/named/master/domainname.de (Auszug)
$TTL 2d
@ IN SOA proxy.domainname.de. root.proxy.domainname.de. (
2006022700 ; serial
3h ; refresh
1h ; retry
1w ; expiry
1d ) ; minimum
domainname.de. IN NS proxy.domainname.de.
domainname.de. IN MX 1 mailserver.domainname.de.
computer001 IN A 192.168.1.1
computer002 IN A 192.168.1.2
computer003 IN A 192.168.1.3
computer004 IN A 192.168.1.4
computer005 IN A 192.168.1.5
mailserver IN A 192.168.1.6
/var/lib/named/master/1.168.192.in-addr.arpa (Auszug)
$TTL 2D
@ IN SOA proxy.domainname.de. root.proxy.domainname.de. (
2005121201 ; serial
3H ; refresh
1H ; retry
1W ; expiry
1D ) ; minimum
192.168.1..in-addr.arpa. IN MX 1 mailserver.domainname.de.
1 IN PTR computer001.domainname.de.
2 IN PTR computer002.domainname.de.
3 IN PTR computer003.domainname.de.
4 IN PTR computer004.domainname.de.
5 IN PTR computer005.domainname.de.
6 IN PTR mailserver.domainname.de.
Man beachte, dass der Punkt am Ende der nummerierten Zeilen bzw. hinter Einträgen mit Domainnamen gesetzt ist. Computer mit besonderer Funktion, wie zum Beispiel der Mailserver erhalten einmal einen MX-Eintrag und dann auch einen 'normalen' Eintrag, wie andere Computer auch. Für den Mailserver muss eine Prioritätszahl angegeben werden. Je niedriger die Zahl, desto höher die Priorität. Es lassen sich so mehrere Mailserver eintragen. Die sollten unterschiedliche Prioritäten bekommen. Wenn Emails nicht zugestellt werden können, wird versucht, einen anderen Mailserver aus der Liste zu erreichen.
Wenn erst einmal einige Einträge vorhanden sind, wirkt alles schon viel übersichtlicher. Nun lässt sich die Datei auch mit einem Editor bearbeiten.
Dienst nachher aktualisieren mit rcnamed reload oder neu starten mit rnamed restart.

